Teilprojekt 3:

Vermittlung und Wahrnehmung von Bedrohungen in der Konfiguration spanischer Macht auf den Philippinen im 17. und 18. Jahrhundert

Das Projekt geht Aushandlungsprozessen kultureller Ordnung auf dem Feld der politischen und religiösen Herrschaft in den philippinischen Tagalog-Provinzen im 17. und 18. Jahrhundert nach. Es untersucht anhand unterschiedlicher Diskurselemente die Veränderungen, Repräsentationen und Instrumentalisierungen von Bedrohungen, denen das spanische Kolonialsystem auf den Philippinen ausgesetzt war und welche  Rolle diese in dem kolonialen Machtdispositiv einnahmen. Dabei geht es auch medialen Inszenierungen von Herrschaft und Deutungsmacht in den unterschiedlichen sozialen und kulturellen Räumen nach, die innerhalb der Kontaktzone durch das Aufeinandertreffen europäischer und indigener Organisations- und Sozialformen sowie durch die Christianisierung hervorgebracht wurden. Berücksichtigt werden dabei auch Einflüsse aus dem asiatischen und/oder muslimischen Raum, die – besonders in den Küstenregionen – bereits vor der Ankunft der Spanier die Lebensformen auf den Philippinen mitprägten.

Das Projekt wurde erfolgreich abgeschlossen.